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Konflikt-Reflexion: Was beschäftigt dich – und was möchtest du verändern?

13. Aug.
3 Min. Lesezeit

Konflikte zeigen sich oft zuerst als Belastung. Ein Gespräch geht dir nicht mehr aus dem Kopf. Eine Situation wiederholt sich. Eine Entscheidung wird immer wieder aufgeschoben. Oder du merkst einfach: So, wie es gerade ist, soll es eigentlich nicht bleiben.

Doch was genau belastet dich? Was ist dir in dieser Situation wirklich wichtig? Was hält dich vielleicht davon ab, etwas zu verändern – und was wünschst du dir stattdessen?

Genau hier setzt die Konflikt-Reflexion an.


Konflikte können Hinweise geben


Konflikte sind unangenehm. Gleichzeitig können sie sichtbar machen, was uns wichtig ist, wo etwas nicht mehr passt oder wo Veränderung notwendig geworden ist.

Dabei ist nicht der Konflikt selbst die Chance. Entscheidend ist, was wir daraus erkennen und was wir daraus machen.

Manchmal reagieren wir zunächst mit Ärger, Rückzug, Enttäuschung oder dem Wunsch, dass sich die Situation möglichst von selbst erledigt. Hinter diesen Reaktionen können jedoch Bedürfnisse, Erwartungen, Ängste oder Interessen liegen, die uns im ersten Moment selbst noch gar nicht bewusst sind. Ein genauerer Blick kann helfen, die eigene Situation besser zu verstehen.


Was steckt hinter deinem Konflikt?


Die Konflikt-Reflexion führt dich Schritt für Schritt durch unterschiedliche Perspektiven auf deine Situation.

Du beschäftigst dich unter anderem damit,

  • was konkret passiert ist,

  • was die Situation mit dir macht,

  • was dir wirklich wichtig ist,

  • welche Bedürfnisse und Interessen dahinterstehen,

  • was passiert, wenn sich nichts verändert,

  • was dich bisher davon abhält, etwas zu verändern,

  • wie sich ein gewünschter Zustand anfühlen könnte und

  • was du dir tatsächlich wünschst.

Dabei geht es zunächst nicht darum, möglichst schnell eine Lösung zu finden.

Denn bevor wir entscheiden können, wie es weitergehen soll, kann es hilfreich sein, zunächst zu verstehen, wo wir eigentlich stehen und wohin wir möchten.


Was passiert, wenn alles bleibt, wie es ist?


Wenn wir über Veränderung nachdenken, beschäftigen wir uns häufig mit ihren Risiken:

Was passiert, wenn ich das Thema anspreche? Was könnte ich verlieren?Wie wird die andere Person reagieren? Was, wenn die Situation dadurch noch schwieriger wird?


Weniger häufig stellen wir uns die umgekehrte Frage:

Was passiert, wenn ich nichts verändere?


Wie sieht die Situation in sechs Wochen aus? In sechs Monaten? In einem Jahr?

Auch Nicht-Handeln hat Folgen. Diese sichtbar zu machen, kann dabei helfen, den eigenen Veränderungswunsch klarer zu erkennen.


Konflikt-Reflexion zum Ausdrucken


Ich habe dafür einen Reflexionsbogen entwickelt, den du in deinem eigenen Tempo bearbeiten kannst.

Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse und musst auch noch nicht wissen, wie eine mögliche Lösung aussehen könnte.

Nimm dir etwas Zeit, drucke den Bogen aus und beantworte die Fragen möglichst spontan und ehrlich. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch.



Du möchtest zunächst eine kurze Standortbestimmung?


Wenn du dich noch nicht ausführlicher mit deiner Situation beschäftigen möchtest, kannst du zunächst meinen Konflikt-Check machen. 12 kurze Fragen helfen dir dabei einzuschätzen, wie sehr dich deine aktuelle Konfliktsituation beschäftigt und ob es sich lohnen könnte, genauer hinzusehen. Der Check dauert etwa drei Minuten und ist anonym.



Und was kommt danach?


Vielleicht stellst du beim Ausfüllen fest, dass du bereits einen nächsten Schritt für dich gefunden hast.

Vielleicht merkst du aber auch, dass du deine Gedanken zunächst gemeinsam mit jemandem sortieren möchtest. Oder dass eine Klärung mit einer anderen Person notwendig wäre.


Coaching kann hilfreich sein, wenn du deine eigene Position klären, eine Entscheidung treffen, einen Veränderungsprozess für dich sortieren oder dich auf ein schwieriges Gespräch vorbereiten möchtest.


Mediation kann ein geeigneter Rahmen sein, wenn mehrere Beteiligte unterschiedliche Sichtweisen haben und miteinander klären möchten, wie es weitergehen kann.

Nicht jede Situation braucht Unterstützung. Und nicht jeder Konflikt braucht Mediation.

Manchmal beginnt Veränderung bereits damit, genauer hinzusehen und zu verstehen, was eigentlich da ist.


 
 
 

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